argumente gegen (s)eine grenzerweiterung gibt´s genügend:

das bringt sowieso nichts / ich kann alles / computer sind scheiße / was denken die anderen? / was sagen die anderen? /eine frau darf das nicht / das gehört sich nicht / wer soll das bezahlen? / was würde meine (verstorbene) mutter dazu sagen? / wenn das die gemeindeleitung wüsste / das war schon immer so / ich bin zu dumm / ich bin zu dick / ich bin zu blond

das ist die eine seite.

was mir nicht gefällt, sind diese oft gedankenlos, ans marktschreierische erinnernde, vorgetragenen aufforderungen zur veränderung.
weil: es gibt keine entscheidung, die nicht auch verlust bedeutet.
so ist es immer.
verlust beinhaltet trauer – und wenn es nur der abschied von gewohnheiten ist.
ein neuanfang macht dich zum lernenden – etwas, das vielleicht jahrzehntelang vernachlässigt wurde. berechtigte gründe dafür gibt´s genug. stichwort erziehung / elternpflege / krankheit.
und jedes lernen ist zunächst mit stress verbunden. mindestens.
das hat nichts mit miesmacherei zu tun, sondern mit realitätssinn.

wer sich ans grenzen erweitern macht, braucht die vorfreude aufs neue, um den abschied zu ertragen. ohne geht nicht! wer einfach drauflosabreisst, kloppt sein leben in die tonne. und das ist keine alternative.

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