Eisbären am Nordpol


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Minea hat mich heute besucht und wir haben mal wieder Pläne für die Zukunft gemacht: wie es ist, im Meer zu baden; das salzige Wasser auszuspucken; Sandburgen zu bauen.

Eigentlich wollten wir in den Wald und uns hinter umgestürzten Bäumen verstecken. Von dort aus lässt sich am besten das Laub beobachten. Erst wenn sich die Blätter ungestört fühlen, fangen sie an zu tanzen.
Wir wollten heimlich mit unseren Kameras Fotos davon machen, doch daraus wurde nichts. Fette Schneeflocken flogen am Atelierfenster vorbei.
„Gibt es am Nordpol auch tanzende Blätter, Opa?“, fragte mich Minea.
„In unserer Fantasie ist alles möglich“, antwortete ich ihr. „Gut“, sagte sie und zog einen Bogen Papier vom Stapel.
„Dann male ich jetzt einen Eisbär, der sich über die tanzenden Blätter freut.“

Zuvor fotografierte Minea noch die Bäume vor dem Fenster. Auf Verdacht… in der Hoffnung, dass sich das ein oder andere Blatt vom Wind zum Tanz einladen lässt.
Wir haben lange gewartet. Kein einziges Blatt flog am Fenster vorbei.
Vermutlich müssen die Blätter sich gegenseitig versprechen, niemals außerhalb des Waldes zu tanzen – mit einem großem Blätterehrenwort.
Aber das ist eine andere Geschichte.

Ganz bestimmt klappt das beim nächsten Versuch.
So ist das Leben.

Zum Leben gehört auch das Sterben. Irgendwann. Die Geschichte von Max erzählt davon. Auch, dass wir keine Angst vor dem Tod haben müssen, weil Gott uns die Türen zum Himmel aufgemacht hat.

Bis dahin gibt es noch so viel zu entdecken, zu malen, zu schaffen und zu planen. Die Sache mit Ostern macht alles leichter – Gott sei Dank!

 

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