blog to go #6

 

“pain is temporary, pride is forever“

alter läuferspruch. dieser.
vor dem startschuss wiederhole ich ihn ein paar mal. das funktioniert wie doping, und das ist auch notwendig, denn schließlich liegen 21,0975 kilometer (oder wer mag, gerne das doppelte) vor einem. nach dem übertreten der weißen (start-)linie beginnt der stress, von daher ist´s außerordentlich wichtig, schon an die gefühle nach dem zieleinlauf zu denken.

das stimmt schon – der schmerz ist zeitlich begrenzt. irgendwann ist schluss damit. beim laufen bestimmt die schwarz-weiße flagge den zeitpunkt, wann gejubelt werden darf. klar, nach dem zieleinlauf braucht´s noch ne weile, bis sich der stolz, die freude und die dankbarkeit einstellt. doch das geht schnell. es ist ein gewaltiges gefühl, die strecke geschafft zu haben. und es stimmt zutiefst: „pain is temporary, pride is forever“, der schmerz ist zeitlich begrenzt, der stolz über das erreichte endet nie.

um mit diesem gefühl überschüttet zu werden, steht – ganz am anfang aller überlegungen – das „ja“, mich den herausforderungen zu stellen. es braucht den mut, den „schmerz“ (wie immer der auch aussehen mag) zu tragen und zu ertragen.
und alles weitere gibt´s im neuen podcast „der plan“.
viel vergnügen beim anhören und viele inspirierende momente!

die über das leben reden

man kann von google+ geteilter meinung sein – meine begeisterung hielt sich bislang in grenzen, denn für mich ist google+ unübersichtlich und aus meinem bekanntenkreis nutzt es sowieso keiner. niemand. null. thema (vielmehr: teilnahme) erledigt.
dachte ich.

dann kam dieses gespräch … chase jarvis und guy kawasaki live im web. jarvis ist fotograf & filmproduzent und kawasaki ein bestsellerautor, enchanter und früherer chief-evangelist bei apple.
die beiden diskutierten über das neueste werk von kawasaki, ein eBook mit dem titel „what the plus! google for the rest of us“.
zumindest eines kann man kawasaki nicht vorwerfen: er betreibt keine verdeckte werbung – schon der titel macht klar, was er von g+ denkt. tatsache: je länger ich dem g+ -fan lauschte, desto weniger konnte ich meine gegenargumente aufrecht erhalten. ich will ehrlich sein: nach der sendung bestellte ich mir sein eBook für € 2,68. guter evangelist!
und noch etwas: ich legte mir ein profil an und bin seit zwei wochen google-plus´er. zwar ist aus meinem bekanntenkreis immer noch keiner im parallel-sozial-netzwerk zuhause, aber vielleicht, so dachte ich mir, gelingt es ja, anderen den aufenthalt dort schmackhaft zu machen.

vor ein paar tagen gab´s dann den kollektiven aufschrei: die macher von google veränderten die benutzeroberfläche von g+, und das ohne große ankündigung. quasi über nacht nahmen sie ein update vor, das (meiner meinung nach) entfernt an die oberfläche von facebook erinnert. soll heißen: etliche kapitel in kawasaki´s buch sind geschichte. eigentlich müsste er eine neuauflage nachreichen. und dass der verlag mir freundlicherweise davon ein kostenloses update zur verfügung stellt… geschenkt.

guy kawasaki versteht sich (immer noch) als „tech – evangelist“ – einer also, der sich zum ziel gesetzt hat, die welt zu einem besseren ort zu machen. wie? indem er darüber informiert, dass es (tech-)produkte gibt, die weder kompliziert sind noch eine umfangreiche inhaltsbeschreibung benötigen UND die unseren alltag erleichtern. in seinem eBook ist dieser ansatz tatsächlich vorhanden: es ist gut aufgemacht und die erklärungen setzen beim leser keine zwei semester informatik-studium voraus.

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den himmel schon jetzt

es hat doch noch funktioniert… – der ton ist zwar nicht (ganz) ideal, doch immerhin ist die predigt „anhörbar”.
weil dreißig minuten lang, gibt´s die predigt nicht als podcast, sondern in der mp3-variante.
[audio:http://www.thomasmeyerhoefer.com/wp-content/uploads/2011/06/predigt-schatze.mp3|titles=predigt-schatze]

eigentlich sollte während der predigt ein video-einspieler gezeigt werden, aber auch da gab´s technische probleme.
tja…, „da sitzte nicht drin…”. „machste nix.”
dafür gibt´s den clip hier zum anschauen, sinnieren, weiterdenken.

die musik im clip:

Below (frozen in time mix) ( hisboyelroy) / CC BY-NC-SA 2.5

mit den gedanken im himmel

eigentlich… eigentlich hätte heute der neue podcast online gehen sollen. und zum ersten mal in der LifeHouse-podcast-geschichte wäre es eine aufzeichnung einer predigt gewesen, die ich vergangenen sonntag gehalten habe.
aber wie das leben (die technik) so spielt… – nicht immer funktioniert´s so, wie man sich das so wünscht.

rumnerven bringt nichts, den kopf in den sand stecken hilft auch nicht weiter – also gibt´s in der nächsten woche einen podcast bisheriger machart anzuhören.

in meinen vorbereitungen blieb ich an der frage hängen, inwieweit meine gegenwart von der tatsache bestimmt wird, dass ich nach meinem leben bei jesus im himmel sein werde.

  • tangiert mich das (heute)?
  • bestimmt das meinen lebensstil?
  • würde ich anders (oder bewusster) leben?
  • so weitermachen wie bisher?
  • freue ich mich auf das „heimkommen”?

auf facebook habe ich eine umfrage gestartet. nehmt euch doch zwei minuten und postet eure antwort. vermutlich kann die antwort nicht anonym abgegeben werden (oder ich bin noch nicht dahintergestiegen, wie das funktioniert – tipps nehme ich gerne entgegen …).

wenn… dann…

statements, die bei jeder gelegenheit und in fast allen gesprächen fallen: „wenn Gott dieses oder jenes tut, dann würde ich auch an ihn glauben.”
allen überraschten blicken zum trotz: ich halte diese aussage für absolut nachvollziehbar. unser alltag ist voll von diesen „wenn-dann`s”:

  • wenn ich mir überlege, ein iPad zu kaufen, dann muss es einen bestimmten zweck erfüllen.
  • wenn ich schon so viel geld für den urlaub ausgebe, dann erwarte ich auch die entsprechende gegenleistung.
  • wenn ich mich bereit erkläre, auf etwas zu verzichten, dann erwarte ich auch einen gewinn dafür – und wenn es nur ein cooles gefühl ist.

dieser „wenn-dann-gedanke” ist uns eingepflanzt. er läuft im hintergrund unseres gehirns permanent mit; erwachen wir vom schlaf, wird das programm schon beim starten unseres betriebssystems mit hochgefahren.
ist ja auch klar, denn schon von anfang an wurden wir darauf getrimmt, so zu denken, so zu handeln, so zu erwarten. kleines beispiel: „wenn du dein zimmer aufräumst, dann darfst du fernsehen. vorher nicht.”

also, wenn die themen „Gott, jesus und christ sein” angesprochen werden, fluppt im gehirn schon die warntafel „was bringt dir das?!?” hoch und die sirene warnt vor zu schnellen entscheidungen.
befriedigende antworten könnten dann sein:

  • erfolg
  • gesundheit
  • permanentes glücksgefühl
  • nähe Gottes spüren
  • Gottes reden hören
  • neue freunde
  • veränderung und neue herausforderung
  • den kick erleben
  • keine langeweile mehr
  • keine einsamkeit

kein zweifel, mit diesen statements könnte man punkten, könnte warntafel warntafel sein lassen sowie die sirene zum schweigen bringen.

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kein provinzial – engel

es ist schon einige zeit her… – ich sitze am schreibtisch und starre durchs fenster. draußen scheint die sonne und vor mir liegt ein stapel manuskripte. in diesem moment schiebt sich ein sportwagen ins bild. langsam rollt er aus und bleibt dann in meinem blickfeld stehen. mann am steuer, frau daneben. beide lachen und machen witze. nach einigen minuten steigt der fahrer aus, geht ums auto und begibt sich zur beifahrertür. dort wartet er, bis sich seine begleiterin umständlich auf den fahrersitz geschoben hat. sie lächelt aufgeregt – vermutlich bekommt sie ihre erste, inoffizielle, fahrstunde (und das in einem sportwagen…).

beide schnallen sich an, und er zeigt ihr, wie sie den motor starten muss. irgendwann funktioniert das auch. doch als sie losfahren will, rollt der sportwagen nach hinten weg. er sagt etwas zu ihr, sie schüttelt den kopf. vermutlich hat er die handbremse gezogen.
kurze diskussion und dann der nächste versuch: sie gibt gas und trotzdem rollt der wagen nach hinten. sie gibt mehr gas – die vorderräder drehen durch und der wagen schießt auf mein fenster zu. der beifahrer greift ins lenkrad und kann in letzter sekunde den zusammenstoß zwischen gebäude und sportwagen verhindern.

manchmal ist da jemand, der einem in letzter sekunde ins lenkrad greift.

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tendenz steigend

tendenz steigend:

  • die zahl der todesopfer. ständig wird sie nach oben korrigiert.
  • die werte der radioaktivität. in tokio, um die akw, in der luft.
  • die strahlung im kernkraftwerk. arbeiter verlassen das akw.
  • die anzahl der nachbeben.
  • die anzahl der experten, die in den japanischen medien tipps für den fall einer radioaktiven strahlung geben.
  • menschen – kontaminiert.
  • menschen, bei denen maßnahmen zur dekontaminierung eingeleitet werden.

tendenz steigend. aber nicht darüber will ich schreiben.

deshalb noch eine „steigende tendenz”:
bis heute morgen kursierte ein video im web – eine junge frau erzählte glücklich selig lächelnd, dass die katastrophe eine folge von erhörten gebeten sei. mittlerweile ist der clip gesperrt. betreiber und initiator dieser geschmacklosen und verleumdenden geschichte ist ein witz-lach-anmach-team.
selten so gelacht.

doch darüber will ich auch nicht schreiben.

bei twitter gibt es immer mehr tweets mit dem hashtag (#) prayforjapan zu lesen. ein bekannter fotograf aus london schrieb daraufhin: „ich bete nicht für japan. ich spende lieber – warum nicht auch du?”
meine antwort an ihn: „beten UND spenden.”
er schrieb zurück: „wenn du gläubig bist, dann ok…”

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nichts mehr wie vorher

wie so oft, kommen schlechte nachrichten durch die hintertür ins leben. unangemeldet stehen sie vor einem und dann muss man mit ihnen klar kommen.
außerdem lassen sich diese miesen typen nicht vertreiben – zumindest nicht so schnell. sie haben ihre koffer dabei und machen es sich bequem.
so wie bei veit.

der wird krank, geht zum arzt, wird weitergereicht ins krankenhaus und muss dort mit einer vorläufigen hammer-diagnose leben. vielmehr: aushalten.
auf einmal bleibt nur noch zeit für rückschau, resumee und resignation. und in diesem gefühlschaos steht die frage, ob es jetzt vorbei ist… das leben.

veit erzählt seine geschichte. authentisch.
sie besteht aus drei teilen.
hier gibt´s teil 1 zu sehen. die vollständige trilogie gibt´s im LifeHouseChannel auf youtube.

zwei bücher über das leben und den tod

in den vergangenen tagen las ich zwei bücher über das leben und das sterben – geschrieben von menschen, die ohne vorwarnung ihrem nahen todestag ins auge sehen mussten.
beide trafen angesichts des unvermeidbaren wichtige entscheidungen.

buch 1: chasing daylight (dt.: „auf der jagd nach dem tageslicht”). eugene o‘kelly.

dieses autobiografische buch erzählt die geschichte eines spitzenmanagers, der sich nach einem arztbesuch der erschütternden diagnose stellen muss, nur noch für 90 tage am leben zu sein. höchstens.
anstatt sich zurückzuziehen und im kreis seiner familie auf den tod zu warten, stellt der manager eine liste zusammen: namen für namen notiert er sich – alles menschen, mit denen er im lauf seines lebens zu tun hatte.
jedem einzelnen dankt er für eine herausragende begegnung in den vergangenen jahren; er zählt auf, was er am anderen besonders geschätzt und geliebt hat.
außerdem zeichnet er seine gedanken auf, die er sich in zusammenhang mit tod und leben macht. nach seinem tod führt seine frau das buch zu ende.

unmittelbar nach der diagnose schreibt er sich in sein tagebuch: „ich habe es geliebt, ein unternehmensführer zu sein, aber dann kam der tag, an dem ich diese person nicht mehr länger sein konnte. bevor das licht in meinem kopf verdämmern und mir immer längere schatten die wahrnehmung nehmen würden, beschloss ich, zumindest herr über meinen abschied zu sein.”

buch 2: zweiter brief des petrus an die gemeinden. neues testament.

hier schreibt ein hochrangiger theologe und leiter einer großen christlichen gemeinde an die gläubigen. auch dieser mann weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat. auch dieser mann weiß um die ursache seines todes – keine krankheit, sondern mord. und noch eine parallele – dieser mann ahnt auch nur seine ungefähre todeszeit. noch die letzte übereinstimmung: auch dieser autor wählt die form des brief schreibens. in ermangelung der modernen kommunikationsmittel ein nachvollziehbarer schritt.

sein brief endet mit den worten: „ihr lieben freunde, lasst euer leben immer mehr von der gnade bestimmen und lernt jesus christus, unseren herrn und retter, immer besser kennen. ihm gebührt die ehre – jetzt, in dieser zeit, und dann am großen tag der ewigkeit. amen.”

beide bücher sprechen vom tod. beide bücher sprechen ein thema an, das – obwohl es uns alle betrifft – in unseren gedanken und vorstellungen eher eine randerscheinung darstellt.
während der eine autor (chasing daylight) die zeit VOR dem tod und den umgang mit seiner krankheit beschreibt, legt der andere autor (petrus) wert auf die tatsache, dass das leben vor dem tod über das leben NACH dem tod entscheidet.

seine gewissheit dafür schöpft der autor aus einem erlebnis, das schon viele jahre zurück liegt und über das er bislang geschwiegen hatte. jetzt, unmittelbar vor seinem sterben, gibt er dieses geheimnis preis:

[audio:http://www.thomasmeyerhoefer.com/wp-content/uploads/2011/02/lukas-9-28-36.mp3|titles=lukas-9-28-36]

es ist ein erlebnis, das die sicht von petrus auf das bevorstehende ende grundlegend verändert. er weiß, dass der tod nicht das letzte ist. er hat mit eigenen augen gesehen, dass menschen, die an Gott glauben, ewig leben.

der blick in die ewigkeit war für petrus motivation und auftrag. er ermutigte andere, an jesus zu glauben. er sprach vom himmel und der herrlichkeit gottes. sogar im angesicht von todesdrohungen blieb er bei seiner aussage – ein bekenntnis, das ihm schließlich das leben kostete.

für menschen, die sich gedanken über Gott, tod und ewigkeit machen, ist das buch des petrus eine herausforderung, ist doch der tod das ankommen in der göttlichen welt – einer welt, die nur durch den glauben an jesus zugänglich ist.

(be-)schütze dich!

ich werde oft gefragt, warum ich die notwendigkeit des bibel lesens immer wieder hervorhebe. und nicht selten passiert´s, dass die fragesteller ihre antwort gleich hinterherschieben. da fallen dann aussagen wie „ich entscheide, was ich muss und was nicht” oder „bringt sowieso nichts”, „ist antiquiert, was da drin steht” bis hin zu „das setzt mich jetzt doch ganz schön unter druck”.

es ist nur eine vermutung – aber ich nehme an, dass die gesprächspartner deshalb ihre frage selbst beantworten, um sicher zu gehen, dass ich ihnen kommentarlos zustimme; oder dass ich mich dann damit schwer tue, ihnen zu widersprechen.

warum die bibel lesen? warum ein buch öffnen, bei dem – zugegeben – vieles aufs erste mal nicht verständlich ist?
meine antwort: weil du dich dadurch (be-)schützt.

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