28tomake

Scan 09.02.2016, 16.48

Dieser Auszug aus meinem Notizbuch klingt leicht abgedreht… – andererseits, wer Peggy Browers auf ihrem Weg in die Freiheit begleitet, der muss gute Nerven haben UND auch etwas abgedreht sein.

Aber das hier, das hat nichts mit Peggy zu tun, sondern mit unserer (oder: meiner) Kreativität. Die bleibt im Alltag manchmal auf der Strecke und braucht hin und wieder etwas Starthilfe.
Genau aus diesem Grund haben einige Künstler das Projekt 28tomake gestartet. Den ganzen Februar gibt´s täglich kleine Übungen, die den Künstler in uns wieder motivieren und auf ganz neue Gedanken bringen sollen.

28tomake ist kostenlos, das Postfach wird nicht mit Spammails überschwemmt und wer auf eine tägliche Erinnerung verzichten kann, braucht noch nicht einmal seine Daten angeben. Sehr zu empfehlen. In diesem Sinne, ich leiste jetzt dem einsamen Schaufenster ein bisschen Gesellschaft.

die rose

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Nebel und Schnee sind eine ideale Kombi für Emo-Pics.
Ein fahrzeug- und menschenleerer Parkplatz bietet sich an und ich lasse den Bus allein zurück. Kleiner Anstieg den Berg hoch, ein schmaler Weg in den Wald, noch ein paar Meter klettern und dann der Ausblick.

Nichts zu sehen, alles weiß.
Nichts zu hören, alles still.

Plötzlich ein dünnes, feines Klingen. Kirchenglocken von weit her. Die Weite, das Nichts, alles konturlos verschwunden und dann dieses zarte Läuten. Eine Melodie zerpflückt in helle Töne, die sich auf Schneeflocken setzen und bis zu mir tragen lassen. Stille, grandiose Momente.

Habe mir vorgestellt, dass irgendwo in diesem weißen Nichts ein Schatz vergraben liegt. Oder besser noch: Eine einzelne rote Rose. Und wer sie findet, hat das Leben.
Wenn dem so wäre… – wo anfangen mit der Suche? Besser passiv bleiben und erfrieren? Ist es diese Rose wert, eine weiße Wand zu überwinden? Keine Frage, die Gefahr, dass der eigene Weg im Kreis verläuft, ist groß. Vielleicht führt der Weg an Hindernisse, die noch kein Mensch überwunden hat. Also? Am besten gar nicht erst den Fuß in feuchten Schnee setzen?

Leben gibt´s weder vorgekaut und auch nicht smart portioniert. Leben suchen… das hat immer mit Zurücklassen zu tun. Und oftmals auch mit „keine Richtung wissen“. Es sind Schritte in den Nebel, einzig getrieben von der Sehnsucht nach Wahrheit.

Müsste ich Jesus mit einer Blume vergleichen, würde ich ihm eine rote Rose überreichen. Langstielig, dunkelrot und mit Dornen übersät. Eine Rose, gefunden auf der Suche nach dem echten Leben. Die Königin der Blumen für den König der Welt.

rückmeldungen

Es kommen viele positive Rückmeldungen auf “Ein Stück vom Himmel”. Über dieses Statement einer mir unbekannten jungen Frau habe ich mich sehr gefreut.

“…Mein erster Gedanke: “oh wow, das muss ich gleich lesen!” Ich habe gleich heute angefangen und war tief berührt, weil mir mein Papa DIESES Buch geschenkt hat. Am liebsten würde ich es am Stück durchlesen, aber dann wäre ich wahrscheinlich heute Nacht fertig und ich will ja viel länger was davon haben. Ich werde mich zusammenreißen und gemütlich Geschichte für Geschichte lesen und anschauen. Was für ein Buch!”

Also… – wenn man an seinem Schreibtisch sitzt, über ein Projekt, die Umsetzung und die Auswirkung beim Leser nachdenkt, modelliert man sich eine Idealvorstellung, von der man sich wünscht, dass sie eintrifft. Ein Ziel, von dem man noch weit weg ist.
Wenn man dann endlich die Ziellinie überquert, dem “Projekt” beim Fliegen zuschaut und dabei feststellt, dass die erhofften Reaktionen eintreten, geschehen, passieren, wahr werden… dann zaubert das ein Lächeln aufs Gesicht. So wie jetzt. In diesem Sinne: Danke für alle Rückmeldungen.

sieben adjektive und immer noch nicht schluss

 

In den vergangenen Wochen war´s wenigstens HIER extrem ruhig. Keine fünf Minuten Luft, um eine Wasserstandsmeldung abzugeben. Peggy als Buch, Peggy als eBook und „Ein Stück vom Himmel“ – den Großteils des Versands haben wir selbst erledigt. Aber nun ist gut. Die Resonanzen auf die beiden Bücher sind der Hammer. Das freut natürlich den Schriftsteller. Und – es ist genau das richtige Zündmittel fürs nächste Werk.

Neben all den Aktionen, dem Versand und den Mails blieb immer noch Zeit, das nächste Buch inhaltlich abzustecken und vorzubereiten. Ich halte mich noch zurück mit Details, denn das Monster ist immer noch aktiv und mitunter brettert es mir eine Breitseite vor die Brust, dass mir Hören und Sehen vergeht. Von daher… ich bin dran und werde informieren. Hier. Facebook und all die anderen Kanäle, die mir zur Verfügung stehen.

Eigentlich habe ich geplant, noch einen kurzen Blogbeitrag für weihnachtsgestresste Schönsprecher zu verfassen. Damit meine ich die Sorte von Mensch, die trotz persönlicher Herausforderungen und Schwierigkeiten immer noch so viel Energie hat, einen Spruch rauszuhauen, dass einem ganz schwindelig wird. Diejenigen also, die einem nicht nur „Frohes Fest“ wünschen können, sondern sieben Adjektive aneinander reihen, um das Besondere vom Weihnachtsfest hervorzuheben.

Es bleibt zu hoffen, dass mir das Monster einen kleinen Ausflug gönnt. Für den Blogbeitrag, meine ich.

 

Puppenträume

Schon seit Tagen kämpft eine kleine Puppe um meine Aufmerksamkeit. Heute hat sie´s endlich geschafft. Ich musste auf die Knie, um Augenkontakt herzustellen. Wenn schon, dann richtig.

Sie sprach mit osteuropäischem Akzent und ich verstand nur Bahnhof. Mein Notizbuch musste herhalten. Schnell dahingeschluderte Wortfetzen verlangten nach Extrazeit am Schreibtisch. Zum Schluss bat ich um ein kleines Foto und versprach im Gegenzug, ihr Anliegen zu veröffentlichen. Hab lange gebraucht für den Text. Hoffentlich ist sie zufrieden.

 

Und damit die ganze Welt ihre Botschaft lesen kann, gibt´s das Foto und den Text auf Facebook. So gehört sich das.

Halleluja

IMG_0522Für ihn war´s der Schlusspunkt. Seine letzte Fuhre (wenn ich ihn richtig verstanden habe) und dann ab ins Wochenende. In unserer Garage stapeln sich jetzt die nagelneuen eingeschweißten Hammerbücher auf der Europalette. Was für ein Gefühl, ehrlich. Erst mal lief alles mechanisch ab: Papier unterzeichnen, Ware prüfen, Cuttermesser suchen um die Schutzbänder durchzusäbeln, Holzdeckel weg und dann glänzten sie im Neonlicht. Wahnsinn.

Vielleicht haben sich die Schatzsucher von damals so gefühlt, wenn sie nach monatelanger Kreuzfahrt über den Ozean endlich den Schatz auf der einsamen Insel entdeckten. Reinstarren in die Kiste und nicht wissen, was man sagen soll. Ging mir auch so.

Klar, die Bücher sind nicht mit Diamanten oder Perlen zu vergleichen. Zumindest, was den wirtschaftlichen (monetären ;)  ) Aspekt betrifft. Doch wir haben auch eine Kreuzfahrt hinter uns. Und mehr als einmal war´s uns danach, die Segel zu streichen und umzudrehen. Es gab sogar einen Punkt, an dem wir das Projekt aufgaben. Dass wir´s trotzdem durchgezogen haben… na ja, es hat sich gelohnt.

„Halleluja!“ schrie der Lastwagenfahrer, als er aus dem Führerhaus kletterte und mir die Papiere in die Hand drückte. „Aber so was von“, gab ich ihm zur Antwort – und die kam von tief drinnen. In einem. In mir.

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zeit läuft

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Ein Stück vom Himmel wird in diesem Moment gedruckt. Die Auslieferung erfolgt in knapp zwei Wochen. Bis dahin kann man sich schon einmal überlegen, ob und wie viele Exemplare bestellt werden sollen. In der Zwischenzeit laufen einige Maßnahmen an, um aufs Buch aufmerksam zu machen. Die Postkarten sind gedruckt und reisefertig aufgestellt.

Ein Stück vom Himmel eignet sich bestens zum Weitergeben: als Weihnachtsgeschenk oder Zeichen der Wertschätzung für Freunde, Nachbarn, Familie.

Große Fotos zum Studieren und Gedanken machen, Geschichten zum Nachlesen und via QR-Code die direkte Verbindung zum jeweiligen Filmbeitrag im LifeHouseChannel. Langweilig wird es einem dabei sicher nicht.

neue homepage

15. November ist Erscheinungstag. Liefertag. Auslieferung von „Ein Stück vom Himmel“. Stabiler Umschlag, QR-Codes für den schnellen Zugriff auf die jeweiligen Filme und den großen, beeindruckenden Fotos.

Schon vor dem 15. November geht die neue Homepage online.

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Ein Stück vom Himmel – NEU –

Es hat dann doch etwas länger gebraucht, als ursprünglich geplant. Jetzt steht fest: Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft erscheint „Ein Stück vom Himmel“ in einer hochwertigen Printversion. Neue Gestaltung, zusätzliche Fotografien und überarbeitete Beiträge.

Die Daten liegen bei den GrafikerInnen. Sie sind dran.

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aus dem lebenDonnerstagnachmittag kurz vor vier, Rushhour in Hamburg. Auf der vierspurigen B 75 in Richtung Berliner Tor drängeln sich die Hobbyrennfahrer. Plötzlich quietschen Bremsen, es stinkt nach verbranntem Gummi. Neben mir hoppelt ein mächtiger Holztransporter in die Kreuzung. Das Monstrum kommt zum Stehen. Es qualmt. Weißer Rauch schwappt auf die Windschutzscheibe und ich brauche einige Sekunden, um zu begreifen, dass der nicht vom Holztransporter stammt. Dieser Nebel…, er wabert aus dem Kühler MEINES Autos. Ein paar Piktogramme blinken hektisch zwischen Drehzahlmesser und Tachometer, es fiept und ich versuche, mir die Bedeutung der komischen Zeichen in Erinnerung zu rufen. Vergeblich. Die Ampel springt auf Grün und ich fahre los. Das Lenkrad lässt sich kaum noch drehen und mir gelingt es mit Mühe, den VW-Bus in eine schmale Hofeinfahrt zu bugsieren. Dann geht nichts mehr.

Der Servicemitarbeiter vom ADAC leuchtet mit seiner Stablampe in den Motorraum. Sein Gesicht verrät: „Da geht nichts mehr.“ Sekunden später bestätigt er meine Ahnung. Also wieder warten. Auf den Abschleppdienst. Die Frau an der Hotline kümmert sich in der Zwischenzeit um den Ersatzwagen und gibt mir nach ein paar Minuten grünes Licht: Der VW Bus wird in einer Woche zur Werkstatt meines Vertrauens geschleppt und ich bin für sieben Tage Besitzer eines Opel. Alles gut.

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