dramatische geschichten
“real men… kämpfen gegen das grüne monster vom drachenwald, um die geliebte zu befreien. #keinerspürtessowiedu” *
die werbekampagne von hornbach bringt´s auf den punkt: der öde, lärmende knochenjob mit dem presslufthammer wird zu einem donnernden schlagzeugsolo. im kopf von dem, der schuftet.
als ich gestern den tausend quadratmetern wiese übersät mit kniehohen feldblumen gegenüberstand, hatte ich schlicht und ergreifend keinen nerv. alles hanglage. und schwül. doch noch weiter den ersten grasschnitt des jahres hinausschieben ging nicht, denn die grashöhe stand auf „schaf-abgras-fress-länge“; außerdem formierten sich in der ferne die fetten schwarzen wolken zum „jetzt-zeigen-wir-euch-wie-ein-frühlingsregen-funktioniert“ – gebilde. also, seil ziehen, motor starten und rein in den hang.
aber, da ist ja noch die hornbach-kampagne, und deshalb transformierte das hohe gras in ein undurchdringliches dschungelchaos. irgendwo in dieser grünen hölle wurde die liebste von einem lebensgefährlichen spiderman festgehalten. versteck suchen, spiderman besiegen, geliebte befreien. mit diesem szenario im kopf jagte ich den roten mäher durch den hang.
verrückt? schizophren? kindheit nachholen? alles falsch.
tatsächlich funktioniert das so: wenn du dir eine geschichte ausdenkst, deiner fantasie freien raum gibst und sie davonfliegen lässt, geht die arbeit leichter von der hand. natürlich… menschen, die so rational sind, dass sie der bruder oder die schwester von data sein könnten (der android aus dem star-trek-universum), denen geht a) eine solche hilfestellung am verständnis vorbei und b) zählen die lieber ihre bahnen, die sie bereits zurückgelegt haben.
aus dem banalen eine dramatische geschichte bilden – das hilft vor allem dann, wenn die umsetzung der vor dir stehenden aufgabe ziemlich langatmig oder ziemlich stressig ist. das nüchterne angehen von punkten, die abgearbeitet werden müssen, gelingt nicht jedem (außer data).
versuch doch, die arbeit, an der du dir gerade die zähne ausbeißt, durch eine geschichte aufzuwerten. lass deine fantasie von der leine. hier geht´s nicht darum, dass du dich in eine story flüchtest, sondern dass es dir leichter fällt, das ziel zu erreichen.
das ist der punkt: ziel erreichen. nicht aufgeben. nicht aufschieben. sondern: machen.
übermorgen halte ich ein referat auf einer veranstaltung, an der nur männer teilnehmen werden. es geht um veränderung, ums durchhalten in stürmischen zeiten und um den mut, neues anzupacken – alles eigenschaften, die hin und wieder eine „dramatische geschichte“ brauchen, damit wir nicht aufgeben.
meines wissens gibt es noch karten – wer nähere infos möchte, kontaktiere mich bitte per mail.
*post / tweet auf facebook / twitter am 8. Mai 2012







