Der Mann hinter Maria
Wenn Jesus in den Vordergrund tritt
Nadja wächst katholisch auf. Gott ist ihr vertraut, Maria ist ihre Ansprechpartnerin, doch Jesus bleibt für sie lange der, der am Kreuz hängt: fern, schmerzhaft, schwer zugänglich. Erst als starke Schulterschmerzen ihr Leben immer enger machen und eine Operation unausweichlich wird, erlebt sie in einer Nacht beim Beten, dass ihr Vaterunser wirklich gehört wird.
Plötzlich steht ein Name unausweichlich in ihr: Jesus. Nach der OP erlebt sie ein tiefes Gehaltensein, als würde sie von Händen getragen und sanft zurückgelegt. Von da an verändert sich ihr Glaube: Jesus wird für Nadja nicht mehr nur Teil der religiösen Geschichte, sondern ihr bester Freund.
Auf ihr Plakat würde Nadja schreiben: „Jesus sieht dich.“ Ein kurzer Satz, der für sie alles zusammenfasst: Niemand ist zu klein, zu unwichtig oder zu weit weg, um von Jesus gesehen zu werden.




