Nach 20 Jahren glaubte mir endlich jemand

Nach 20 Jahren in der Psychiatrie wird Michaels Geschichte erstmals als Folge eines schweren Traumas ernst genommen. Die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung – kurz PTBS – verändert seinen Blick auf Psychosen, Klinikaufenthalte, Medikamente und Obdachlosigkeit.

21. September 2026

In Afrika erlebt Michael zunächst, wie sich unerwartete Türen öffnen: Er gibt Backseminare, begegnet Regierungsvertretern und betet für kranke Menschen. Doch zurück in Deutschland setzt er seine Medikamente eigenmächtig ab, verliert erneut den Halt, flieht nach Tschechien und lebt zeitweise auf der Straße.
Erst eine christliche Traumatherapie und die späte PTBS-Diagnose helfen ihm, seine Geschichte neu zu verstehen. Heute arbeitet Michael wieder, engagiert sich in der Entwicklungshilfe und spricht offen darüber, wie nah er dem Abgrund war – und wie entscheidend es war, dass ihm endlich jemand glaubte.
Auf Michaels Plakat steht: „Gott sucht das Verlorene.“ Er möchte damit Menschen erreichen, die überzeugt sind, aus ihrer Geschichte nicht mehr herauszukommen. Für Michael bedeutet der Satz: Auch wer am Abgrund steht, kann umkehren und Schritt für Schritt zurück ins Leben finden. 


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