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Geschenke

Man hört’s hin und wieder: „Der Glaube ist ein Geschenk!“
Ok.
Will mir jemand eine Freude machen und schenkt mir bunte Socken, dann fällt die Begeisterung in Richtung Nulllinie. Ein Satz roter Schraubendreher bringt mich auch nicht zum Jubeln.

Und die Einladung zum Whiskey-Probetrinken (selbst wenn eine Flasche dreihundert Euro kostete) lässt meine Gesichtszüge entgleisen.
Soll heißen: Es gibt richtig miese Geschenke. Für mich.

Jeder darf Geschenke ablehnen. Schon klar, das gibt Stress, aber immerhin schafft’s Klarheit: „Nein, ich möchte keine bunten Socken – ich trage Schwarz.“ „Oh, rote Stifte, oder was ist das genau?“ „Whiskey? Nein danke, ich trinke keinen Alkohol!“
Um des lieben Friedens Willen zwingt man sich zu einem Lächeln und verfällt in gespielte Begeisterung. Hauptsache, der andere ist zufrieden.
Schwachsinn, oder?

Es stimmt schon: Der Glaube ist auch ein Geschenk. Und was für eins! Leben mit Jesus, Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater und dann auch noch der Heilige Geist in Kontakt mit meinem inneren Ich. Wahnsinn! Oder?

ABER: Ich MUSS nicht, weil mir’s in Gemeinde, Familie oder Freundeskreis befohlen wird. Keiner darf dir das Geschenk des Himmels unterjubeln. Never.
Entweder hältst du deine Hände auf und kannst es kaum erwarten … oder du hebst deine Hände und sagst „No!“

Wenn … wenn du aber das Geschenk des Glaubens annimmst, weil du es möchtest, begeistert bist, dich darauf freust …
… dann wird das dein Leben auf den Kopf stellen.
Deine Arbeit, deine Liebe, deine Beziehung – alles.
Lebensziele verschieben sich.

Es geht nicht (mehr) darum, deinen Boss oder deinen Gemeindeleiter oder wen auch immer zu befriedigen; der Gehaltsscheck, der durch die Decke geht, ist kein Lebensinhalt (mehr).

Dann sprichst du über deinen Glauben voller Freude und Dankbarkeit – weil es dich glücklich macht. Deinen Zuhörern fällt das auch auf, denn du schenkst ihnen etwas sehr Wertvolles: Ein Stück von dir selbst.