Vanessa und ihr Mann erwarten ihr erstes Kind. Doch bei einer Untersuchung verändert ein einziger Satz ihr Leben: Die Ärzte sehen schwere Auffälligkeiten – mit hoher Wahrscheinlichkeit wird ihr Sohn die Geburt nicht überleben.
Vanessa und ihr Mann erwarten ihr erstes Kind. Doch bei einer Untersuchung verändert ein einziger Satz ihr Leben: Die Ärzte sehen schwere Auffälligkeiten – mit hoher Wahrscheinlichkeit wird ihr Sohn die Geburt nicht überleben.
Sie sitzen an langen Tischen. Zu lange schon. Anzugjacken über Stuhllehnen, kalter Kaffee, Gesichter, die müde verhandeln. Wörter werden hin- und hergeschoben wie Spielsteine: Waffenruhe, Sicherheitsgarantien, rote Linien. Draußen fallen Bomben. Drinnen wird um jedes Komma gerungen.
Monika sieht als Kind, wie ihr Vater sich vor ihren Augen das Leben nimmt. Gewalt, Angst und Scham begleiten sie durch die ganze Jugend. Später flieht sie nach Mexiko – hinein in eine Ehe voller Demütigungen und Dunkelheit. Depressionen und Suizidgedanken scheinen der einzige Ausweg.
Auf dem Tisch liegt ein Meer aus Orange und Weiß. Die FACES-Bücher stapeln sich wie kleine Bauwerke aus Vertrauen. Ich greife nach einem Exemplar, schlage es auf, der Stift berührt das Papier – und für einen kurzen Moment wird alles leise. Jede Signatur ist ein Atemzug, ein Innehalten, ein Erinnern daran, wie viele Wege dieses Buch schon geöffnet hat.
Andreas geht in die Gemeinde, fest entschlossen, seine Tochter „da rauszuholen“. Laut, wütend, bereit für Konfrontation. Und genau dort, wo er andere stellen will, stellt ihn das Leben selbst. Oder Gott. Oder beides.
Es gibt Momente, in denen Geschichte stehen bleibt. So wie damals in Babylon, als ein König mitten im Fest verstummte. Eine Hand schrieb Buchstaben an die Wand. Kein Körper, kein Gesicht. Buchstaben, die wie ein Schlag wirkten: gezählt, gewogen, zu leicht befunden.
Doris lebte viele Jahre mit schweren Depressionen. Schon als Kind spürte sie eine dunkle Schwere in sich, die später ihr ganzes Leben bestimmte. Klinikaufenthalte, Medikamente, Rückfälle – bis sie irgendwann nicht mehr leben konnte. Alles war leer, ohne Sinn, ohne Licht.
Früher war hier ein kleiner Laden, ein Ort, an dem man Brot und Fleisch kaufte, ein paar Worte wechselte und sich kannte. Heute heißt dieser Ort Villa Vie. Und hier beginnt etwas Neues.
Vier Ehen. Viele Enttäuschungen. Tiefe Wunden.
Susanne wächst in einer bettelarmen Familie auf: Alkohol, Gewalt und ständige Angst bestimmen ihre Kindheit.