Es bricht nicht langsam. Es bricht auf einmal.
Es bricht nicht langsam. Es bricht auf einmal.
Sie wächst in einer christlichen Familie auf. Nach außen wirkt alles geordnet: Gemeinde, Glaube, ein angepasstes Leben. Wie so oft.
„Berufung“ ist eines dieser Worte, das sofort etwas in Bewegung setzt bei den Menschen, die an Gott glauben. Es hat Gewicht, es klingt nach etwas Großem, fast Erhabenem, und gleichzeitig entzieht es sich, sobald man versucht, es wirklich zu greifen.
Brustkrebs. Drei Kinder. Ehe. Alltag. Und plötzlich steht alles still.
In unseren Planungen sind wir längst in 2027 angekommen. 2028 steht schon irgendwo am Rand unseres Denkens, als würde es nur darauf warten, dass wir es endgültig hereinholen. Dabei ist dieses Jahr noch nicht einmal zur Hälfte vorbei. Es ist ein merkwürdiges Gefühl – fast, als würde man auf etwas bauen, das gleichzeitig unter den Füßen in Bewegung ist.
Peter wächst in einer ganz normalen Gemeinde auf. Kein Bruch, kein Drama – sondern eine stille Gewissheit, die bleibt.
Sie wächst mit einem alkoholkranken, gewalttätigen Vater auf. Angst und Einsamkeit prägen ihre Kindheit. Früh verliert sie sich in Alkohol und Drogen.
Sechs Jahre lebt er in einer Rolle, die ihn innerlich auffrisst. Verantwortung, Druck, Schlaflosigkeit, Panikattacken. Nach außen funktioniert alles – bis der Körper nicht mehr mitmacht.
Ich bremse ab und verparke den letzten freien Parkplatz. Der Körper verlangt nach einer Pause, und das kleine Café am Straßenrand hat geöffnet. Drinnen riecht es nach starkem Kaffee und warmem Gebäck. Ich setze mich mit meinem Buch an einen Platz am Fenster.
Mit sieben Monaten beginnt für unsere Familie ein Weg, den man niemandem wünscht: Diagnose, Klinik, Operation. Ein Auge muss entfernt werden, um ihr Leben zu retten. Tage voller Angst, Warten, Hoffen.