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Unten auf der Straße brüllt einer. Das klingt ganz und gar nicht nach Singsang und Gefeier. Eher nach Schmerz und Schläge. Mindestens.

Wir hocken am Frankfurter Flughafen und warten darauf, bis sich endlich Gate 20 öffnet. Bis zum Boarding sind’s noch 45 Minuten.

Morgen ist unser Rückflug geplant. Aus dem Kühlschrank grüßt schon jetzt die Stille. Doch weil auch am Abreisetag die Erdbeermarmelade auf mein Frühstücksbrötchen gehört, drängt‘s mich noch einmal in die City. Gegenüber vom Kongresszentrum gibt es einen kleinen Supermercado. Und der hat den gewünschten Brotaufstrich.

Er ist zwei Jahre alt und liebt das Singen. Hat mein Enkel einen neuen Song auf Lager, muss ich ihn anhören. Vergangene Woche war’s wieder so weit: Astrein intoniert mit kleinen altersbedingten Textverwaschungen versehen:„Beißet den Herrn, beißet den Herrn, beiiiiissseett den Herrn!“ Alles klar, wunderbar! Und wie.

Sie kann sich noch daran erinnern, wie ihr schlecht wurde. Dann kam die Nacht. Als sie wieder aufwacht, piepst und pfeift es im Raum. Vermummte Menschen in weiten Anzügen wehen durch das Zimmer. Sie ist verkabelt, hat Schmerzen und … sie hat keine Haare mehr.