Mit sieben Monaten beginnt für unsere Familie ein Weg, den man niemandem wünscht: Diagnose, Klinik, Operation. Ein Auge muss entfernt werden, um ihr Leben zu retten. Tage voller Angst, Warten, Hoffen.
Mit sieben Monaten beginnt für unsere Familie ein Weg, den man niemandem wünscht: Diagnose, Klinik, Operation. Ein Auge muss entfernt werden, um ihr Leben zu retten. Tage voller Angst, Warten, Hoffen.
Die Wand ist komplett verspiegelt. Ich sehe jeden Schweißtropfen, der mir von der Stirn läuft. Ich keuche und halte mich an den Armen vom Crosstrainer fest. Ich mag keine Spiegel. Nicht im Gym. Doch dieses Mal retten sie eine ältere Lady vor einem Fuß- oder Armbruch. Oder Schlimmerem.
Sie wächst in Ungarn auf – mit einem alkoholkranken, gewalttätigen Vater und einer manipulativen Mutter. Liebe gibt es nur unter Bedingungen. Sicherheit nie.
Nelli geht dorthin, wo viele lieber wegsehen: ins Rotlichtmilieu. Sie bringt keinen Ausstieg mit, keine Forderungen. Sie bringt Zeit, Würde und Gebet.
Sie sitzen an langen Tischen. Zu lange schon. Anzugjacken über Stuhllehnen, kalter Kaffee, Gesichter, die müde verhandeln. Wörter werden hin- und hergeschoben wie Spielsteine: Waffenruhe, Sicherheitsgarantien, rote Linien. Draußen fallen Bomben. Drinnen wird um jedes Komma gerungen.
Schon mit dreizehn weiß sie, wie ihre Zukunft aussehen soll: Diakonisse. Menschen helfen, Gott gehorsam sein, in Armut leben. Ihre Eltern können sie nicht davon abbringen.
Vier Kinder, ein Job mit Dauerpräsenz, Tagesmutter und Ehefrau... dazu noch der Sport, um nicht aus der Übung zu kommen. Irgendwann wurde es zu viel und das Hamsterrad im Kopf verselbständigte sich. Tabletten mussten helfen doch das ist keine Lösung. Zumindest keine langfristige.
Teil 1 (Ich habe mich gegen meinen Vater gestellt) gab's vor einer Woche. In Teil 2 erzählt Ella, wie ihre Geschichte weitergegangen ist. Mit dem Vater, dem Freund und dem Himmel. Plötzlich macht alles einen Sinn - selbst die Todesgefahr im Badesee und die dramatische Rettung.
In ihrer Kultur ist der Vater der Bestimmer. Er sagt, wo's langgeht, wer wann wen heiratet und wer zuhause anrufen darf. Sie möchte aber ihr eigenes Leben führen und selbst bestimmen. Außerdem möchte sie einen Jungen heiraten, den sie auch liebt.
Sie studiert Kunst, erhält ein Stipendium an einer renommierten Uni in Wien und driftet langsam aber sicher ab. Anstatt in den Vorlesungen zu sitzen, bemalt sie alles, was ihr vor den Pinsel kommt. Nach einem Jahr ist sie zurück in Hamburg und findet ein Atelier in einer großen Fabrikhalle. Der erste Verfolgungswahn setzt ein. Sie trifft auf zwielichtige Gestalten, wird mit der Pistole…